Garten & Außenanlagen

Zaun-Kosten 2026: Doppelstabmatte, Holz oder WPC – und was das Gartenhaus dazu kostet

Marktübliche Meterpreise inklusive Montage, der ehrliche Materialvergleich, die Rechtslage nach HBO und Hessischem Nachbarrechtsgesetz – und was Aufbau und Fundament fürs Gartenhaus kosten.

Roman Stiegler, Inhaber von Die Burschen aus Schwalbach am Taunus Roman Stiegler 8 Min. Lesezeit
Neu montierter Doppelstabmattenzaun an einem Grundstück, gebaut von Die Burschen aus Schwalbach am Taunus
Doppelstabmatten mit frostfrei gegründeten Pfosten: Zaunprojekt von Die Burschen im Rhein-Main-Gebiet.

Die kurze Antwort: Ein Zaun kostet 2026 inklusive Montage 75 bis 150 €/lfm als Doppelstabmattenzaun, 80 bis 200 €/lfm aus Holz und 100 bis 280 €/lfm als WPC-Sichtschutz. 50 Meter Doppelstabmatte stehen mit einem 2-Mann-Team an einem Arbeitstag; ein einflügeliges Gartentor kommt mit 250 bis 800 € dazu.

Inhalt
  1. Preistabelle: Zaun-Kosten 2026
  2. Doppelstab, Holz oder WPC: der Vergleich
  3. Was den Meterpreis treibt
  4. Recht in Hessen: Höhe, Nachbar & Genehmigung
  5. Gartenhaus dazu: Aufbau- und Fundamentkosten
  6. Zaunbau im Rhein-Main-Gebiet
  7. Häufige Fragen

Ein Zaun ist eines der wenigen Bauprojekte, bei denen sich der Preis sauber pro laufendem Meter kalkulieren lässt: Die Gesamtspanne reicht 2026 je nach Material von 75 bis 280 €/lfm inklusive Montage. Ob Ihr Grundstück am unteren oder oberen Ende landet, entscheiden Material, Gelände und Boden – und in Hessen zusätzlich ein paar Paragrafen aus HBO und Nachbarrechtsgesetz, die man vor dem ersten Fundamentloch kennen sollte. Hier sind die marktüblichen Preise, der Materialvergleich und die Kosten, wenn gleich noch ein Gartenhaus mit aufs Grundstück soll.

Preistabelle: Zaun-Kosten 2026

Die folgenden Spannen sind marktübliche Komplettpreise pro laufendem Meter, also Material, frostfrei gegründete Pfostenfundamente und Montage zusammen. Die Standardausführung des Doppelstabmattenzauns liegt dabei meist bei 90 bis 130 €/lfm.

Zaunbau: marktübliche Preise 2026 (pro laufendem Meter, inkl. Montage)
Zaunart Marktüblicher Preis Hinweis
Doppelstabmattenzaun 75 bis 150 €/lfm Standardausführung meist 90 bis 130 €/lfm
Holzzaun 80 bis 200 €/lfm je nach Holzart, Höhe und Ausführung
WPC-Sichtschutzzaun 100 bis 280 €/lfm blickdicht; teuerste, aber pflegeleichteste Variante
Sichtschutzstreifen für Doppelstabmatten +5 bis 15 €/lfm auch nachträglich einflechtbar
Gartentor, einflügelig 250 bis 800 € pro Stück, inkl. Beschlägen und Einbau
Zuschlag Hanglage +20 bis 40 % Stufung der Matten, mehr Zuschnitt und Fundamentarbeit
Zuschlag felsiger Boden +15 bis 30 % erschwertes Bohren und Ausheben der Fundamente

Alle Werte sind marktübliche Richtwerte für das Rhein-Main-Gebiet (Stand 2026) und ersetzen kein Angebot.

Doppelstab, Holz oder WPC: der ehrliche Vergleich

Die drei gängigen Zaunarten unterscheiden sich weniger im ersten Preis als in dem, was sie über die Jahre kosten. Wer nur auf den Meterpreis schaut, übersieht schnell, dass ein Holzzaun alle 2 bis 3 Jahre einen Anstrich braucht, während der verzinkte Doppelstabzaun schlicht stehen bleibt:

  • Doppelstabmatte (75 bis 150 €/lfm): Der Preis-Leistungs-Sieger. Verzinkter und pulverbeschichteter Stahl ist wartungsfrei und preisstabil; mit eingeflochtenen Sichtschutzstreifen für 5 bis 15 €/lfm extra wird aus dem Gitterzaun ein blickdichter Zaun, ohne dass die Konstruktion teurer wird.
  • Holz (80 bis 200 €/lfm): Optisch die wärmste Lösung, vom Lattenzaun bis zum Sichtschutzelement. Der Preis dafür ist Pflege: Alle 2 bis 3 Jahre streichen oder lasieren, sonst vergraut und verwittert das Holz und die Lebensdauer sinkt spürbar.
  • WPC-Sichtschutz (100 bis 280 €/lfm): Der Holz-Kunststoff-Verbund ist von Haus aus blickdicht und pflegeleicht, muss nie gestrichen werden – ist aber die teuerste der drei Varianten. Sinnvoll dort, wo dauerhafter Sichtschutz ohne Pflegeaufwand Priorität hat.

Faustregel aus der Praxis: Für die Grundstücksgrenze zur Straße rechnet sich fast immer die Doppelstabmatte, für die Terrassen- und Sitzplatzseite lohnt sich der Blick auf WPC oder Holz – dort zählt die Optik, und es geht meist nur um wenige Meter.

Was den Meterpreis treibt

Zwischen 75 und 280 €/lfm liegt fast ein Faktor vier. Neben dem Material entscheiden vier Punkte auf dem Grundstück, wo Ihr Zaun in der Spanne landet:

  • Boden: Jeder Pfosten braucht ein frostfrei gegründetes Fundament, damit der Zaun im Winter nicht hochfriert. In felsigem oder stark steinigem Boden steigt der Aufwand fürs Bohren und Ausheben um 15 bis 30 %.
  • Hanglage: Am Hang müssen die Matten gestuft oder Elemente schräg zugeschnitten werden, dazu kommen ungleich tiefe Fundamente. Das schlägt mit 20 bis 40 % Aufpreis zu Buche.
  • Tore: Ein einflügeliges Gartentor kostet 250 bis 800 € extra – es braucht schwerere Pfosten, größere Fundamente und exakt eingestellte Beschläge. Je mehr Zugänge, desto stärker verschiebt sich der Durchschnittspreis pro Meter nach oben.
  • Ecken und Zuschnitte: Jede Ecke und jedes Passstück bedeutet zusätzliche Pfosten und Schnittarbeit. Ein langes gerades Grundstück ist pro Meter deutlich günstiger eingezäunt als ein verwinkeltes mit gleicher Gesamtlänge.

Die gute Nachricht bei alldem: Zaunbau ist schnell. Ein eingespieltes 2-Mann-Team schafft rund 50 laufende Meter Doppelstabmattenzaun an einem einzigen Arbeitstag – inklusive Fundamenten.

Recht in Hessen: Höhe, Nachbar & Genehmigung

In Hessen sind ortsübliche Einfriedungen bis etwa 1,80 m Höhe in der Regel baugenehmigungsfrei. Die Hessische Bauordnung (HBO) geht sogar noch weiter: Geschlossene Einfriedungen bis 2 m Höhe dürfen ohne eigene Abstandsfläche direkt an der Grundstücksgrenze stehen. Wer also einen Sichtschutzzaun in üblicher Höhe plant, braucht dafür normalerweise keine Baugenehmigung.

Der wichtigere Paragraf steht oft im Nachbarrecht: Das Hessische Nachbarrechtsgesetz bestimmt, dass ohne eine feststellbare Ortsüblichkeit der 1,20 m hohe Maschendrahtzaun als Standard gilt. Wer an der Grenze deutlich höher oder blickdicht bauen will, sollte den Nachbarn deshalb frühzeitig einbeziehen – ein kurzes Gespräch vor dem Bau ist billiger als jeder Streit danach. Und in beiden Fällen gilt: Bebauungspläne gehen immer vor; schreibt der Plan für Ihr Baugebiet eine bestimmte Einfriedung vor, ist diese maßgeblich.

Auch fürs Gartenhaus geregelt: Gebäude ohne Aufenthaltsräume und ohne Feuerstätten sind in Hessen bis 30 m³ Brutto-Rauminhalt baugenehmigungsfrei (Anlage zu § 63 HBO). Das gilt nicht im Außenbereich – und auch hier setzt ein Bebauungsplan die engeren Grenzen.

Gartenhaus dazu: Aufbau- und Fundamentkosten

Zaun und Gartenhaus werden oft im selben Zug beauftragt – das Team ist ohnehin auf dem Grundstück, und die Erdarbeiten lassen sich bündeln. Der reine Gartenhaus-Aufbau vom Fachbetrieb dauert 1 bis 2 Tage und richtet sich nach der Größe; dazu kommt das Fundament, das bei Streifen- oder Betonausführung rund 1 Woche Aushärtung braucht, bevor das Haus daraufgestellt werden kann.

Gartenhaus: marktübliche Aufbau- und Fundamentkosten 2026
Leistung Marktüblicher Preis Hinweis
Aufbau klein (4 bis 8 m²) 600 bis 1.200 € Gerätehaus, Bausatz-Montage
Aufbau mittel (8 bis 15 m²) 1.200 bis 2.500 € klassisches Gartenhaus mit Fenster und Tür
Aufbau groß (ab 15 m²) 2.500 bis 5.500 € mehrräumig oder mit Anbau/Vordach
Plattenfundament (Fachbetrieb) 70 bis 100 €/m² Gehwegplatten auf Kiesbett, für leichte Häuser
Streifen-/Betonfundament 100 bis 300 €/m² ca. 1 Woche Aushärtung vor dem Aufbau

Alle Werte sind marktübliche Richtwerte für das Rhein-Main-Gebiet (Stand 2026) und ersetzen kein Angebot.

Ein Rechenbeispiel: Ein mittleres Gartenhaus mit 10 m² auf einem Plattenfundament liegt komplett bei etwa 1.900 bis 3.500 € (Fundament 700 bis 1.000 €, Aufbau 1.200 bis 2.500 €). Und noch einmal zur Genehmigung: Bis 30 m³ Brutto-Rauminhalt ohne Aufenthaltsräume und Feuerstätten bleibt das Haus nach der Anlage zu § 63 HBO baugenehmigungsfrei – im Außenbereich gilt das nicht.

Zaunbau im Rhein-Main-Gebiet: so läuft es bei uns

Zaunbau durch Die Burschen gibt es in Schwalbach am Taunus, Frankfurt, Wiesbaden, Mainz und im Umkreis von rund 75 km – für Privatgrundstücke ebenso wie für Gewerbeobjekte. Wir setzen Doppelstabmatten, Holz- und WPC-Zäune samt Toren, übernehmen den Gartenhaus-Aufbau inklusive Fundament und binden auf Wunsch gleich den kompletten Garten- und Landschaftsbau mit ein, von der Geländemodellierung bis zur Pflanzung entlang des neuen Zauns.

Der Ablauf ist bewusst einfach: Sie fragen unverbindlich an, wir kommen kostenlos zur Vor-Ort-Besichtigung, messen die Zaunlinie auf, prüfen Boden und Gefälle und nennen Ihnen einen Festpreis inklusive Fundamenten, Toren und Entsorgung des Altzauns. Der Preis steht, bevor wir anfangen – und 50 Meter Doppelstabmatte stehen bei uns in der Regel an einem Arbeitstag.

Häufige Fragen zu Zaun-Kosten

Was kostet ein Zaun pro laufendem Meter?

Ein Doppelstabmattenzaun kostet 2026 marktüblich 75 bis 150 €/lfm inklusive Montage, in der Standardausführung meist 90 bis 130 €/lfm. Ein Holzzaun liegt bei 80 bis 200 €/lfm, ein WPC-Sichtschutzzaun bei 100 bis 280 €/lfm. Sichtschutzstreifen zum Einflechten kosten zusätzlich 5 bis 15 €/lfm.

Wie lange dauert der Bau eines Doppelstabmattenzauns?

Ein eingespieltes 2-Mann-Team schafft rund 50 laufende Meter Doppelstabmattenzaun an einem Arbeitstag, inklusive frostfrei gegründeter Pfostenfundamente. Ein einflügeliges Gartentor mit 250 bis 800 € Aufpreis wird in der Regel am selben Tag mit eingebaut.

Wie hoch darf ein Zaun in Hessen sein?

Ortsübliche Einfriedungen bis etwa 1,80 m sind in Hessen in der Regel baugenehmigungsfrei; die Hessische Bauordnung erlaubt geschlossene Einfriedungen bis 2 m Höhe ohne eigene Abstandsfläche. Fehlt eine Ortsüblichkeit, gilt nach dem Hessischen Nachbarrechtsgesetz der 1,20 m hohe Maschendrahtzaun als Standard. Bebauungspläne gehen immer vor, deshalb den Nachbarn frühzeitig einbeziehen.

Was kostet der Aufbau eines Gartenhauses?

Der Aufbau eines kleinen Gartenhauses mit 4 bis 8 m² kostet marktüblich 600 bis 1.200 €, mittlere Häuser mit 8 bis 15 m² liegen bei 1.200 bis 2.500 €, große bei 2.500 bis 5.500 €. Dazu kommt das Fundament: ein Plattenfundament vom Fachbetrieb kostet 70 bis 100 €/m², ein Streifen- oder Betonfundament 100 bis 300 €/m² und braucht rund 1 Woche Aushärtung. Der Aufbau selbst dauert 1 bis 2 Tage.

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